Behandlungsschwerpunkte

Schultergelenk

Es rieselt der Kalk in der Schulter

Das Schultergelenk besitzt die größte Beweglichkeit des menschlichen Körpers. Ein komplexes Zusammenspiel von insgesamt fünf Gelenken, Bändern, zahlreichen Sehnen und Muskeln ist hierfür verantwortlich. Die Funktion der die Schulter umfassenden Muskulatur, die Kraftübertragung über flexible Sehnenansätze und die Führung über einen stabilen Bandapparat ermöglicht die statische und dynamische Stabilität des Gelenks. Der Weichteilmantel erlaubt die Kraftentfaltung und eine präzise Bewegungsausführung in allen Ebenen des Raums.

Leider zeigt sich auch hier das Prinzip der Störanfälligkeit gerade für komplexe Systeme in der Natur. Ist nur ein kleiner Baustein defekt oder übernimmt seine Funktion nicht mehr in vollem Umfang, sind die Auswirkungen für das gesamte Schultersystem spürbar. Erkrankungen an der Schulter beginnen häufig im Bereich der Muskeln und Sehnen, der Rotatorenmanschette und verursachen Bewegungseinschränkungen begleitet durch plötzlich einsetzende Schmerzen. Eine Reihe von Erkrankungen des Schultergelenks bewirken akute oder chronische Schulterschmerzen wie Impingement-Syndrome (Engpasssyndrome), Einrisse an der Rotatorenmanschette, Verkalkungen der Sehnenansätze, Schleimbeutelentzündungen, Schultergelenksarthrosen oder Einsteifungen des Schultergelenks. Gerade Verkalkungen der Sehnenansätze führen häufig zu Entzündungen mit schmerzhaftem Verlauf.

Zur genauen Lokalisierung der Störung und Identifizierung der Erkrankung gehört eine umfangreiche Untersuchung ebenso wie die bildgebende Diagnostik. Ultraschalluntersuchungen sind in vielen Fällen aussagefähig, risikofrei und schnell anwendbar. Neben der Sonographie erweitern Röntgenuntersuchungen und die Magnetresonanztomographie die Diagnostik in der Schultergelenksbehandlung.

Da die Ursache für Schulterschmerzen häufig in einer gestörten oder dysbalancierten Funktion der Muskulatur begründet ist, kann in den Anfängen einer Schultererkrankung bereits ein gezieltes physiotherapeutische Behandlungskonzept wirksam sein. Sind die Strukturschäden bereits fortgeschritten, setzen wir bei verkalkten Sehnenansätzen die Stoßwellentherapie, bei Entzündungen intraartikuläre Infiltrationen oder kurzzeitige medikamentöse und Elektrotherapien sowie zur Schmerztherapie die Akupunktur ein. Ein individuell aufeinander abgestimmtes Behandlungskonzept bestimmt dabei unser Vorgehen. Operative Eingriffe bleiben bei Strukturschäden im Spätstadium  vor allem an den Sehnenansätzen der Schulter, bei ausgeprägten Engpasssyndromen und natürlich bei komplexen Verletzungen notwendig und sinnvoll. Eine Abwägung des Eingriffs unter ausführlicher Beratung ist dabei ein wesentlicher Teil der Vorbereitung. Dabei legen wir Wert wir auf die enge Abstimmung mit den operativ tätig werdenden Schulterspezialisten. Gerne beraten wir Sie zu einer Therapie Ihrer Schulter (Schultergelenk) umfassend in unserer Orthopädie-Praxis in Frankfurt.