Therapie

Akupunktur

3000 Jahre ErfahrunG

Die Akupunktur gehört zu den ältesten Heilmethoden der Welt, sie entstammt der klassischen chinesischen Medizin und wird seit einigen Jahrzehnten in der westlichen Medizin eingesetzt. Der Grundgedanke der traditionellen chinesischen Medizin ist, dass die Lebensenergie (Qi) mit ihren Anteilen Yin und Yang durch ein System von miteinander verbundenen Leitbahnen – den Meridianen – fließt. Blockaden des Energieflusses und  ein Ungleichgewicht von Yin und Yang innerhalb des Systems verursachen körperliche Störungen, Schmerzen und Krankheitssymptome.

Auf den Meridianen liegen Punkte, die über das Einbringen von dünnen Nadeln den Energiefluss harmonisieren sollen. In der westlichen Medizinforschung  konnten unter wissenschaftlichen Bedingungen verschiedene Effekte nachgewiesen werden. Demnach wirkt die Akupunktur an drei Stationen der Schmerzübertragung dämpfend auf die Weiterleitung des Schmerzes. Im Rückenmark wurde die erhöhte Ausschüttung von  Endorphinen nachgewiesen, welche die Schmerzweiterleitung vor der Schaltstelle an Schmerzfasern unterdrücken. Im Mittelhirn werden vermehrt Monoamine wie Serotonin und Noradrenalin freigesetzt, die ebenfalls eine Hemmung der Schmerzweiterleitung vor und hinter der Nervenschaltstelle bewirken. Im Zwischenhirn wird eine Vorstufe des Hormons Cortisol freigesetzt. Dieses Hormon wird an der Nebennierenrinde vermehrt ausgeschüttet uns kann entzündungshemmende und immunmodulierende Wirkung entfalten. Über diese Mechanismen können die schmerzlindernde und immunstimulierende Wirkung der Akupunktur erklärt werden.

Bei der Akupunktur liegt der Patient entspannt auf einer Liege. Es werden nach Erhebung der Krankheitsgeschichte  relevante Akupunkturpunkte ausgesucht und durch Einbringen der sehr dünnen Nadeln stimuliert. Der Einstich der sterilen Einmalnadel sollte fast schmerzfrei erfolgen.  Viele Patienten berichten über ein leichtes Schwere-, Wärme- oder Druckgefühl gefolgt von einem fließenden Entspannungsgefühl, dass die Chinesen als Ausdruck des Qi-Fluss interpretieren würden. Die Sitzungen werden ein bis zweimal pro Woche durchgeführt und dauern etwa 30 Minuten.  Bei den meisten Schmerzsyndromen im Bereich des Bewegungsapparates sind 10-13 Sitzungen erforderlich. In unserer Orthopädie Praxis in Frankfurt beraten wir Sie gerne umfassend.

Indikationen: es können alle Regionen und Schmerzarten des Bewegungsapparates behandelt werden. Am häufigsten behandelt werden:

  • Schmerzen in der Wirbelsäule: Cervicalsyndrom, Lumbalsyndrom
  • Wurzelreizsyndrome: Nervenschmerzen, die durch bandscheibenbedingte oder degenerative Veränderungen der Wirbelsäule hervorgerufen werden (Ischias)
  • Gonarthrose
  • Achillodynien
  • Epicondylitis
  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne